Utzenstorf

Reformierte Kirche

Reformierte Kirche

Die reformierte Kirche liegt im historischen Dorfkern von Utzenstorf. Der Kirchturm von 1457 ist von weitem sichtbar. Die im Kern romanische Kirche (St. Martin) wurde 1522 vereinheitlichend umgebaut. Der zur Kirche gehörende ehemalige Friedhof und das noch erhaltene Beinhaus von 1500 bilden ein wertvolles Ensemble, das seit 1988 unter Bundesschutz steht. Die Kirche ist eine schlichte spätgotische Saalkirche mit dreiseitig geschlossenem, eingezogenem Chor unter fortlaufendem Satteldach. Sie besitzt einen hochbedeutenden Wappenscheibenzyklus der Frührenaissance (1522), der Hans Funk zugeschrieben wird.

Année de construction | 1457, 1522

Architecte |

Communauté politique | Utzenstorf

Paroisse | Utzenstorf

Site web

Adresse | Gotthelfstrasse 9

Coordonnées | 47.126723, 7.557234

Google Maps | Swisstopo

Heures d'ouverture |
Mo-So 7-20 Uhr

Utzenstorf ist auf den ersten Blick eine typische bernische Landpfarrkirche der Spätgotik. Trotz ihres einheitlichen Erscheinungsbildes weist sie aber eine lange Baugeschichte auf, die bis ins erste Jahrtausend zurückreicht. St. Martin ist heute allerdings geprägt von einem vereinheitlichenden Umbau aus der, der Reformation unmittelbar vorausgehenden, spätgotischen Kirchenbauboomzeit. Er entsprang dem Willen einer interessanten und vielschichtigen kirchlichen Persönlichkeit, dem damaligen Pfarrherrn Niklaus von Diesbach. Der damals entstandene Polygonalchor zählt nicht nur zu den grössten Landpfarrkirchenchören im Bernbiet, sondern er enthält auch einen kostbaren bauzeitlichen Scheibenzyklus von nationaler Bedeutung.

  • Kunstführer durch die Schweiz, hg. von Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2006-2012, Bd. 3, S. 384.
  • Baeriswyl, Armand: Die Kirche Utzenstorf, ehem. St. Martin, Bern: Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, 2003 [Schweizerische Kunstführer].
  • Die reformierte Kirche von Utzenstorf, hg. vom Kirchgemeinderat Utzenstorf, Utzenstorf, 1969.
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